Der Polarstern steht nahe der Verlängerung der Hinterachse des Großen Wagens und endet die gedachte Linie durch die Kassiopeia. Du übst diese Konstruktion zu verschiedenen Jahreszeiten, blendest störendes Streulicht mit der Hand aus und überprüfst die Richtung stets mit Geländeformen, damit Nachtmagie nicht zur Selbsttäuschung wird.
Ein einfacher Stock, ein markierter Schatten und zehn bis fünfzehn Minuten Geduld liefern dir eine saubere Ost-West-Linie. In Kombination mit der Uhrenmethode, korrigiert für Sommerzeit und geografische Breite, erhältst du robuste Richtungsangaben. Ergänzt mit Karte, gelingt damit auch bei schwachem GPS ein sicherer Kurswechsel.
Der Mond verrät viel, wenn man hinschaut: Sichel zeigt zur Sonne, Halbmond steht ungefähr auf der Ost-West-Linie, Vollmond geht nahe Sonnenuntergang auf. Du trainierst, diese Hinweise mit Geländeauffälligkeiten zu koppeln, Peilungen zu validieren und nächtliche Etappen bewusst zu takten, statt hektisch zu stolpern.
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